Gerne informieren wir Sie hier zum Thema Kitaplatz in Hamburg.

Kitagutscheine

Hamburg bietet mit mehr als 1000 Kitas ein großes Betreuungsangebot. In Hamburg gibt es, wie in Berlin, ein Kitagutschein-System. Dieses System ermöglicht es Hamburger Familien einen Kitaplatz zu erhalten, der zu ihren Bedürfnissen passt. Die Stadt Hamburg will Kindern (und ihren Eltern) die benötigten Betreuungsstunden garantieren und dabei ein Höchstmaß an Qualität in Bildung und Erziehung gewährleisten. Kitagutscheine lassen sich in jeder Kita einlösen, das am Kitagutschein-System teilnimmt. Eltern richten den Antrag auf einen Kitagutschein drei bis sechs Monate vor dem gewünschten Beginn der Betreuung an die Abteilung Kindertagesbetreuung des zuständigen Bezirksamtes. Aus dem Kitagutschein geht hervor, welche Betreuung bewilligt wurde und wie hoch ggf. der Elternbeitrag ist. Der Kitagutschein gilt normalerweise ein Jahr. Es sollte rechtzeitig eine Folgebewilligung beantragt werden.

Anspruch auf Betreuung

In Hamburg hat jedes Kind einen Anspruch auf eine fünfstündige Betreuung nebst Mittagessen. Es muss dafür mindestens ein Jahr alt und noch nicht eingeschult sein. Keine Rolle spielt, ob die Eltern erwerbstätig sind. Bei Kindern unter drei Jahren kann die Betreuung im Umfang von bis zu 25 Stunden wöchentlich auf einzelne Betreuungstage verteilt werden. Es ist wichtig, dass Eltern sich frühzeitig nicht nur um den Kitaplatz in Hamburg kümmern, sondern auch klären, ob die Wunschkita den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Eine Betreuung in Kitas ist grundsätzlich an fünf Betreuungstagen pro Kalenderwoche vorgesehen. Der Anspruch auf einen Kitaplatz gilt auch bei Kindern mit (drohenden) Behinderungen. Hier können eventuell eine zusätzliche Ausstattung oder Leistungen gefordert werden.

Kosten für einen Kitaplatz

In Hamburg hat jedes Kind ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zur Einschulung – unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern – einen Anspruch auf eine fünfstündige Betreuung nebst Mittagessen. Zudem haben Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr einen Anspruch auf eine Betreuung bis 12 Stunden täglich, falls die Eltern berufstätig sind, studieren oder eine Aus- oder Weiterbildung durchlaufen (und in einigen weiteren Fällen). Einige Kitas nehmen nicht am Kitagutschein-System teil. Dort können keine Kitagutscheine eingelöst werden. Diese Einrichtungen arbeiten ohne staatliche Zuschüsse. Eltern müssen die Kosten der Betreuung vollständig selbst bezahlen.

Kitaplatzsuche

Sie können sich mit dem Kita-Infosystem  über Kitas in jedem Stadtteil Hamburgs informieren. Sie wählen selbst, in welcher Einrichtung Ihr Kind betreut werden soll. Bei der Entscheidung, welche Kita für Ihr Kind geeignet ist, hilft Ihnen der Online-Wegweiser. Er erklärt, was das Betreuungsangebot leisten muss und welche Fragen Sie stellen sollten bei Ihrem 1. Besuch in der Kita. In der Kita können Sie sich informieren, ob Ihr Kind zum Wunschtermin aufgenommen werden kann. Die Leistung entscheidet über die Aufnahme in der bestimmten Kita.

Die Kita-Situation

Die Nachfrage nach Kitaplätzen in Hamburg ist sehr groß, das Angebot deutlich zu klein. So berichtete die WELT  im März 2018, dass Eltern in vielen Vierteln fehlende Kitaplätze beklagen. Kitas führten inzwischen Wartelisten mit Fristen von eineinhalb Jahren und länger. Bezirke und Sozialbehörden würden an einem neuen Meldesystem arbeiten, um einen besseren Überblick über besonders schwierige Fälle zu bekommen.

Das sogenannte Nachweisverfahren können Eltern auslösen, wenn sie trotz ihres Anspruchs auf einen Kitaplatz keinen in ihrer Nähe finden können. Nach fünf Ablehnungen muss ihnen der Bezirk aufzeigen, welche verfügbaren Plätze bestehen. Doch nur zwei von sieben Bezirken sind überhaupt in der Lage, ihre Fälle anzugeben. Bei 11.000 bis 30.000 ausgestellten Kitagutscheinen im Jahr sahen sich die übrigen Bezirke nicht in der Lage, das Nachweisverfahren nachzuhalten. Bezirke, in denen die Situation als besonders eng empfunden wird, wie etwa Eimsbüttel oder Hamburg-Nord, meldeten daher nichts zurück.

Die Wartelisten seien zudem wenig aussagekräftig, da sich durch die komplette Wahlfreiheit, wo Eltern ihren Kitagutschein einlösen, viele Familien auf fünf oder mehr Wartelisten wiederfinden würden. Es müssten also alle Wartelisten miteinander verglichen werden. Dazu käme noch ein Abgleich mit eingelösten Kitagutscheinen, um zu wissen, ob die Eltern in der Zwischenzeit nicht doch eine andere Betreuung erhalten hätten. In einigen Stadtteilen ist es besonders schwierig, einen Kitaplatz in Hamburg zu bekommen.

Eine Lösung: die Klage

Alle Kinder ab einem Jahr haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern stehen ihnen fünf Stunden plus Mittagessen kostenlos zu. Wenn die Eltern ihre Kinder nicht selbst betreuen können, weil sie arbeiten, sich fortbilden oder studieren, kann der Rechtsanspruch sogar bereits ab wenigen Lebenswochen und für bis zu zwölf Stunden am Tag bestehen. Falls die Eltern aufgrund eines fehlenden Kitaplatzes Erwerbsausfälle zu beklagen haben, steht Ihnen eventuell sogar Schadensersatz zu. Viele Eltern in Hamburg haben Schwierigkeiten einzuschätzen, welche Ansprüche Sie haben, gegen wen sie vorgehen sollen und welche Kosten dabei entstehen können.

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